Wagner Energy

Wagner Energy umfasst die auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftstätigkeiten mit internationalen Projekten wie beispielsweise der Entwicklung der Geothermik.

Geothermik

Vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstand die Erde aus einer Anlagerung von Silikatstaub, der mit einem feinen Wasserfilm überzogen war. Damals war die Erde lediglich ein feindlicher und unbewohnter Planet, der über beträchtliche, während der Anlagerung angehäufte Energien verfügte, sowie über zahlreiche gasförmige Elemente. Im Laufe der Zeit wurde die Erde zu dem, was wir heute den Blauen Planeten nennen, da sie über sehr große Mengen an flüssigem Wasser verfügt.

Eine Milliarde Jahre später sank die Temperatur der Erdoberfläche auf unter 100°C. Die Erdkruste festigte sich und entwickelte eine sauerstoffhaltige Atmosphäre. Auf diese Weise entstanden vor ungefähr 500 Millionen Jahren die Voraussetzungen für das Leben auf der Erde. Selbst heute noch weisen über 99% unseres Planeten Temperaturen von über 1000°C auf, was ein immenses Areal für die Wärmelagerung darstellt. Die Nutzung dieser Energie war schon immer ein Traum der Menschheit. Heute hat sich dieser Traum verwirklicht.

Der große Vorteil der erneuerbaren Energiequellen besteht in ihrer ständigen Verfügbarkeit. Nach Maßgabe der aktuellen Vorhersagen werden sich die Kapazität der Kraftwerke und die gegenwärtige Produktion nachhaltiger Energiequellen im Jahr 2020 bereits verdreifacht haben. Vor allem im Hinblick auf die Mobilität der elektrischen Felder und die intelligenten Stromnetze ("Smart Grids") werden diese nachhaltigen Energiequellen eine wesentliche Rolle spielen.

Östlich von München, im Molassebecken des Alpennordrandes,errichtet die Wagner-Gruppe zusammen mit Fröschl eines der modernsten geothermiekraftwerke. Die dort vorherrschende Gesteinszusammensetzung ermöglicht einen effektiven Zugang zu dem rund 140°C heißen Wasser in einer Kalksteinschicht. Der wichtigste Faktor bei der Errichtung einer Geothermieanlage ist die genaue Kenntnis der Wasservorkommen. Moderne 3D-seismische Scanverfahren erlauben eine exakte Erschließung der geeigneten Gebiete.

Eine an einem LKW montierte Schallquelle erzeugt Reflektionen in der Erde. Geophone, die an verschiedenen Stellen angebracht sind, erfassen die Reflektionen. Ein Hochleistungscomputer wertet die von den Geophonen erzeugten Daten aus und errechnet eine detaillierte Karte der Wasservorkommen. Auf diese Weise können Experten das Bohrungsrisiko genau beurteilen, die optimalen Bohrorte festlegen und die Gefahr einer Fehlbohrung drastisch reduzieren..



Errichtung eines Geothermiekraftwerks

50 Meter lange Rührstücke werden während der Bohrung miteinander verbunden, um die notwendige Tiefe von ca. 4 000 m zu erreichen.

Mehrere Bohrungen ergeben ein System aus Bohrungen zur Förderung des heißen Wassers und Reinjektionsbohrungen, über die das abgekühlte Wasser wieder in die Erde gepumpt wird.

Nach Montage der Wärmetauscher, der Turbine und des Wärmeübertragers für das Nahwärmenetz ist die Anlage betriebsbereit und kann an das Stromnetz angeschlossen werden. Das Geothermie Kraftwerk erzeugt rund 10 MW Strom und 80 MW Heizleistung.

Etwa 3 500 Haushalte können auf diese Weise kostenlos und ohne CO2-Emissionen versorgt werden.

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